Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert
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Der Aufbau des Kniegelenkes

Der Aufbau des KniegelenkesDas Kniegelenk ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Mit seinen Knochen, Knorpeln, Bändern, Sehnen und Menisken ist es ein sehr komplexes Gelenk und anfällig für Verletzungen. Häufigste Ursachen für Schädigungen am Kniegelenk sind akute Verletzungen durch (Sport-)Unfälle oder degenerative Schädigungen (Arthrose, biomechanische Fehlbelastungen durch Beinfehlstellungen). Die häufigste Erkrankung des Kniegelenks ist der Innenmeniskusschaden.

Das so genannte Drehscharniergelenk ist aus drei Knochen aufgebaut, dem Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) sowie der Kniescheibe (Patella). Der Oberschenkelknochen bildet mit dem Schienbein das Femorotibialgelenk und der Oberschenkelknochen mit der Kniescheibe das Femoropatellargelenk. Weiterhin besteht das Kniegelenk aus dem Bandapparat, den Menisci, dem Hoffa-Fettkörper und den Muskeln.

Alle Gelenkanteile sind von einer hyalinen Knorpelschicht überzogen, die das Gelenk vor Reibung schützen soll, und werden von einer Gelenkkapsel umschlossen. Die Ernährung des Knorpels erfolgt über die Gelenkflüssigkeit (Synovia), die durch die Gelenkschleimhaut produziert wird. Der Knorpel hat gemeinsam mit den Menisken eine stoßdämpferähnliche Funktion, um den darunter liegenden Knochen zu schützen. Es gibt einen Innen- und einen Außenmeniskus, der jeweils im äußeren bzw. inneren Gelenkspalt zwischen Oberschenkel und Schienbein liegt. Der Meniskus ist ein halbmondförmiges Gebilde und besteht aus Faserknorpel.

Die zentrale Stabilisierung des Kniegelenks (nach vorne und hinten) erfolgt über die Kreuzbänder. Man unterscheidet vorderes und hinteres Kreuzband. Die Kreuzbänder bilden die wesentliche Stabilisierung des Kniegelenks, besonders in Beugebewegung. Die seitliche Stabilisierung ist durch das innere (mediale) und äußere (laterale) Seitenband (Innen- bzw. Außenband) gegeben.

Aktiv wird das Kniegelenk durch Muskelgruppen stabilisiert. Die Streckung des Kniegelenks wird durch den Musculus quadrizeps ermöglicht, in dessen Sehne die Kniescheibe (Patella) eingelagert ist. Die Muskeln des Pes anserinus (M. Sartorius, M. Gracilis und M. Semitendinosus) und der M. Semimembranosus wirken als Beuger und Innenrotatoren. Bei gestrecktem Hüftgelenk kann eine aktive Beugung bis zu 125° erfolgen, bei Beugung des Hüftgelenks kann die Beugung auf bis zu 140° gesteigert werden. Die Streckung erfolgt bis zur Neutral-Null-Stellung. Passiv kann das Knie bis zu 5-10° überstreckt werden.