Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert
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Diagnostik - Symptomatik

Die Diagnosestellung einer Meniskusverletzung bzw. eines Meniskusschadens basiert auf einer genauen Analyse des Unfallherganges bzw. der Vorgeschichte und einer gezielten, klinischen Untersuchung im Bereich des Innen- und Außenmeniskus.

Die Inspektion und Palpation, ergänzt durch spezifische Funktions- und Schmerztests, die Röntgendiagnostik und die Kernspintomographie, das heutzutage sicherlich wichtigste, genaueste und zuverlässigste Untersuchungsverfahren, sind unumgänglich hinsichtlich der Wertigkeit eines Meniskusschadens und der sich daraus ergebenden Operationsplanung.

Schmerz an der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes, verstärkt durch Belastungen und Drehbewegungen, ist das führende Symptom eines Meniskusschadens.

Blockierungsphänomene im Gelenk und auch die vorübergehende Unfähigkeit, das Knie zu beugen oder zu strecken, weisen auf besondere Meniskusrissformen wie z.B. sog. Korbhenkel- oder Lappenrissbildungen hin. Eine sich ausbildende Schwellung mit Flüssigkeitsansammlung bzw. Ergussbildung und Überwärmung des Kniegelenkes kann dann Folge eines sich ausbildenden Reizzustandes des betroffenen Kniegelenkes sein.

Wegweisend ist über dem Gelenkspalt ein lokalisierter Druckschmerz und Kapselschwellung verbunden mit Blockierungsphänomenen, wenn größere Meniskusanteile ein- oder abgerissen und somit instabil sind.

Frische Verletzungen oder entsprechende Belastung bei Sportlern führen häufig zu einem akuten Meniskuseinriss. In diesem Falle beschreibt der Patient einen plötzlich einschießenden, stechenden Schmerz verbunden mit einer akuten Funktions- und Belastungseinschränkung.

Degenerative Meniskusschäden haben meist eine zeitlich-fortschreitende Entwicklung und somit einen längeren Symptomverlauf. Es entwickelt sich ein zunehmend störendes Gefühl und Schmerzhaftigkeit der Innen- oder Außenseite des Kniegelenkes. Auch hier gibt es häufig eine akute Schmerzverstärkung, ausgelöst durch Bagatellereignisse oder einfache Kniebeugung, verbunden mit einer Rotation, die auf einen akuten Weiterriss des vorgeschädigten Meniskusgewebes mit jetzt zusätzlicher Einklemmungs- bzw. Blockierungssymptomatik schließen lässt.

Trotz aller diagnostischen Maßnahmen kann das endgültige Schadensausmaß erst im Rahmen der arthroskopischen Operation abschließend beurteilt werden.

Meniskusschäden, die eindeutig symptomatisch sind und entsprechende Beschwerden verursachen, sollten im Rahmen einer arthroskopischen Operation behandelt werden, da eine spontane Heilung nicht mehr zu erwarten ist und die Schäden am Meniskusgewebe selbst und im gesamten Kniegelenk nur fortschreiten und komplexer werden können.