Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert
  • Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert
  • Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert
  • Gemeinschaftspraxis Dr. med. A. Rosenthal, Dr. med. B. Schubert

Meniskusresektion – Meniskus(teil)entfernung

IMeniskusriss
Meniskusriss
Ein modernes Standardverfahren zur operativen Behandlung von degenerativen oder nicht refixierbaren Meniskusschäden ist die arthroskopische, partielle (Meniskusteilentfernung) oder subtotale Meniskusentfernung.

Degenerative Meniskusrisse sind oft auf einen erhöhten Meniskusverschleiß oder wiederholte Mikroverletzungen (z.B. Arbeiten in der Hocke) zurückzuführen. Diese chronischen Schädigungen führen meist zunächst zu kleineren Rissbildungen, die dann im weiteren Verlauf zu komplexen Rissbildungen (z.B. Lappenrisse) bis hin zur kompletten Zerfaserung des Meniskusgewebes fortschreiten können.

Ein Meniskusschaden führt zu einer unebenen Gleitfläche zwischen Ober- und Unterschenkelknochen, vergleichbar mit Sand im Getriebe. Der eingerissene bzw. abgerissene Meniskusanteil kann umschlagen und sich einklemmen (z.B. Korbhenkelriss), an den Knorpelflächen reiben und somit zu Knorpelschädigungen (Arthrose) führen.

Die Therapie der Wahl besteht daher in der arthroskopisch-operativen Entfernung des zerrissenen Meniskusgewebes, um die Schmerzen zu beseitigen und weitere Schädigungen der Gelenkflächen durch z.B. einklemmende Rissfragmente zu vermeiden. Ziel hierbei ist es, so viel wie nötig und so wenig wie möglich zu entfernen.

Bis in die 80er Jahre wurde bei Meniskusläsionen der komplette Meniskus im Rahmen einer Arthrotomie (offene Gelenkoperation) entfernt. Durch die fehlende Pufferfunktion des entfernten Meniskus entwickelten viele Patienten oft schon nach kurzer Zeit postoperativ eine Arthrose.

Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand sind die Aufgaben des Meniskusgewebes Stoß- und Druckverteilung und Dämpfung, um den Gelenkknorpel vor diesen Belastungen zu schützen. Aus diesem Grund sollte möglichst viel Meniskusgewebe erhalten, aber alle zerrissenen, luxierbaren oder zerfaserten Anteile reseziert werden. Hierbei ist wichtig, dass ein gleichmäßiger Übergang zwischen reseziertem und erhaltenem Meniskusgewebe geschaffen wird, um der Entstehung weiterer Risse vorzubeugen.

Ein symptomatischer Meniskusschaden ist zwangsläufig als Ursache für die Entstehung einer Arthrose verantwortlich, so dass heutzutage bei Meniskusläsionen das Standardverfahren die arthroskopische Meniskusteilresektion ist, um ein schnelles Fortschreiten des Gelenkverschleißes zu verhindern.

Zunächst erfolgt eine arthroskopische Darstellung des Gelenkes und der Meniskusläsion. Mit Hilfe eines Tasthakens wird die Stabilität des Meniskus und des vorderen Kreuzbandes getestet. Resektionsform und -umfang werden durch Rissform und die den Riss umgebende Gewebequalität bestimmt. Im weiteren Verlauf wird dann der geschädigte Bereich des Meniskus möglichst mit Erhalt einer glatten, stabilen und funktionstüchtigen Restbasis und Restmeniskus entfernt.

Das Ziel der Operation ist das Erreichen von Schmerzfreiheit und Belastungsfähigkeit sowie die Wiederherstellung der Kniefunktionalität. Das Verhindern des Fortschreitens von degenerativen bzw. arthrotischen Veränderungen ist von allergrößter Bedeutung.